Small moves, big sum.

Du möchtest beim nächsten Freibad- oder Badesee-Besuch nicht nur mit deiner Arschbombe beeindrucken, sondern auch mit ein paar kuriosen Sport-Facts? Dann hätten wir da etwas für dich.
Hinter vielen typischen Sommer- und Ferienlager-Spielen stecken nämlich olympische Sportarten, Weltmeisterschaften oder Geschichten, die mehrere tausend Jahre zurückreichen.
Wir haben sieben unserer Lieblingsfakten gesammelt.
Federball: Früher hieß Badminton noch ganz anders
Die heutige Wettkampfsportart Badminton hat ihren Ursprung in Indien. Dort spielten britische Soldaten im 19. Jahrhundert ein Spiel namens Poona und brachten es später nach England.
1873 wurde das Spiel auf dem Landsitz des Duke of Beaufort, dem Badminton House, vorgestellt. Der Name des Anwesens blieb schließlich auch der Name der Sportart.
Professioneller als gedacht: Badminton gehört seit 1992 zum olympischen Programm.
Frisbee: Die Profis spielen ohne Schiedsrichter
Beim Ultimate Frisbee gibt es auf höchstem Niveau keine Schiedsrichter. Stattdessen lösen die Spieler:innen strittige Situationen selbst. Dieses Prinzip nennt sich Spirit of the Game und stellt Fairness und gegenseitigen Respekt über den eigenen Vorteil.
Irgendwie gefällt uns das. Könnte fast als move:sum-Spirit durchgehen.
Professioneller als gedacht: Flying-Disc-Sportarten besitzen einen eigenen Weltverband, der vom Internationalen Olympischen Komitee anerkannt ist und Weltmeisterschaften organisiert.
Tischtennis: Ein Ballwechsel dauerte einmal über zwei Stunden
Falls dir schon einmal ein langer Ballwechsel passiert ist: da geht noch mehr.
Bei der Weltmeisterschaft 1936 dauerte der erste Punkt eines Spiels mehr als zwei Stunden. Danach wurden die Regeln angepasst, damit Tischtennis wieder schneller und attraktiver wurde.
Professioneller als gedacht: Tischtennis ist seit 1988 olympisch. Außerdem spielte der Sport sogar Weltpolitik: Die berühmte „Ping-Pong-Diplomatie“ trug Anfang der 1970er-Jahre zur Annäherung zwischen den USA und China bei.
Minigolf: Österreich spielt ganz weit oben mit
Dass Österreich beim Skifahren erfolgreich ist, überrascht niemanden. Beim Minigolf vielleicht schon.
Seit Jahrzehnten zählen österreichische Spieler:innen bei Europa- und Weltmeisterschaften regelmäßig zu den erfolgreichsten Nationen. Auch der Österreichische Minigolf Sport Verband blickt auf eine lange internationale Erfolgsgeschichte zurück.
Boccia: Eines der ältesten Spiele der Menschheit
Boccia sieht nach einem gemütlichen Urlaubsspiel aus. Tatsächlich reichen seine Wurzeln bis ins antike Griechenland und Ägypten zurück und Boccia gilt vermutlich als eines der ältesten Zielspiele überhaupt. Archäologische Funde zeigen ähnliche Spiele bereits um 5200 v. Chr. Das Wort „Boccia“ stammt übrigens aus dem Italienischen und bedeutet so viel wie „Kugel“. Sehr kreativ.
Professioneller als gedacht: Boccia ist eine paralympische Sportart und sogar eine von nur zwei Sportarten im Paralympischen Programm, die kein olympisches Pendant besitzen.
Fangen: Daraus wurde tatsächlich ein Profisport
Falls dir jemand erzählt, Fangen sei nur etwas für Kinder, kannst du künftig widersprechen. Unter dem Namen World Chase Tag gibt es mittlerweile internationale Wettkämpfe, bei denen sich Athlet:innen durch einen standardisierten Hindernisparcours jagen.
Arschbombe: Ja, dafür gibt es Weltmeisterschaften
Vielleicht der wichtigste Fakt für den nächsten Badetag: Arschbomben sind ein Wettkampfsport.
Beim sogenannten Splash Diving gewinnt allerdings nicht, wer möglichst elegant ins Wasser eintaucht, sondern genau das Gegenteil: Je größer die Wasserfontäne, desto besser.
Professioneller als gedacht: Splash Diving besitzt einen internationalen Verband und veranstaltet seit vielen Jahren Welt- und Europameisterschaften.
Unser Fazit
Falls beim nächsten Federball-Match oder auf der Minigolfanlage plötzlich kurz Gesprächsstille herrscht, bist du jetzt bestens vorbereitet.
Und jetzt entschuldige uns bitte. Wir müssen herausfinden, wann die nächste Arschbomben-Weltmeisterschaft stattfindet.
Autor: Philipp Sturm
Bilder: © Canva
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