Pilates Flow und ich hab Fragen an meinen Körper

Ich habe mich für mein erstes Mal Pilates gleich in einen fortgeschrittenen Kurs gesetzt. Pilates Flow, um genau zu sein. Das ist die Variante, bei der alles in Bewegung bleibt. Also eine fließende Abfolge, die irgendwie einen Sinn ergibt.

Ich dachte, das wird schon gehen. Mein Körper hatte dazu relativ schnell eine eigene Meinung. Kristina, die Trainerin, gibt Kurse auf der Volkshochschule in Salzburg Stadt und in Hof. Sie ist entspannt, freundlich und sehr motiviert. Ich auch, noch.

Fließend ist relativ

Bei Pilates Flow führt also eine Bewegung direkt in die nächste, also ohne langes Halten und Pausen, sondern eine Abfolge die durchläuft. Und das dynamische, etwas schnellere, macht richtig Spaß. Auch wenn es zwischendurch ziemlich anstrengend wird.

Ich merke relativ schnell, dass mein Körper gewisse Dinge schlicht nicht kann. Vor allem bei gestreckten Beinen oder wenn es in den Rundrücken geht. In meinem Kopf rolle ich mich auf der Matte liegend Wirbel für Wirbel sauber ab. In der Realität war es eher ein kleiner Aufprall nach hinten. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich nur drei Wirbel habe. Zwei oben beim Nacken und der Rest ist ein großer Wirbel.

Es hat etwas sehr Unterhaltsames, das zu merken.

Innen passiert mehr als außen

Richtig gut ist, dass ich meinen Körper wieder komplett anders bewegen muss, als ich es gewohnt bin. Viel Stabilität von innen, viel Kontrolle, kleine Muskeln, die plötzlich ziemlich wichtig werden. Ich komme aktuell eher aus dem Krafttraining, also viel gerade Haltung, oft auch leicht im Hohlkreuz unterwegs. Hier geht es genau in die andere Richtung. „In die Zwölf!“ war Kristinas Standardsatz. Heißt Rücken in die Matte oder Rundrücken, wenn ich das richtig verstanden habe.

Mein Fazit: Ich habe ziemlich schnell gemerkt, wo es gut funktioniert und wo eher weniger. Hintere Beinmuskulatur, Hüftbeuger, Beweglichkeit in der Wirbelsäule. Alles Themen, die ich jetzt plötzlich auf dem Radar habe und mich richtig drauf freue, daran etwas zu feilen.

Am nächsten Tag kommt dann noch ein sehr ausführlicher Muskelkater dazu.

Jetzt habe ich Lust, das nochmal zu machen. Vielleicht nächstes Mal mit einem Einsteigerkurs und vielleicht irgendwann auch mit diesem Reformer-Gerät, das für mich aussieht wie ein Foltergerät aus dem Mittelalter.

Mal schauen.

Autor: Philipp Sturm
Bilder: © SME

Klingt nach Ausprobieren?

Wenn du jetzt Lust bekommen hast, Pilates Flow selbst zu testen:

Kristina Huber ist Pilatestrainerin und unterrichtet Pilates Flow by Piloxing
Kurse gibt es bei ihr aktuell zwei an der Volkshochschule in Salzburg Stadt (Ende Mai bis Ende Juli 2026).

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